"Der verlorenste aller Tage ist der, an dem man nicht gelacht hat."

Zahnpflege für jeden Tag

 

 

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Schöne, gepflegte und gesunde Zähne fühlen sich einfach toll an.

Für Zähne die man gerne zeigt, braucht es nur regelmäßige Zahnpflege und die professionelle Kontrolle der Zahnsubstanz 2x jährlich bei Ihrem Zahnarzt.

Wie Sie zuhause für eine gute Mundhygiene sorgen und Ihre Zähne gesund erhalten, lesen Sie in den folgenden Abschnitten. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Informationen Ihre Fragen rund um das Zähneputzen beantworten können. Sollten noch Fragen offen bleiben, bitten wir Sie uns einfach bei Ihrem nächsten Besuch in unserer Praxis danach zu fragen.

 

Zähne putzen

 

proDente e.V. - BildarchivZur richtigen Putztechnik gehören:

Die richtige Bewegung der Zahnbürste:
von rot (Zahnfleisch) nach weiß (Zahn), nie horizontal schrubben.
Der richtige Druck:
maximal 150 bis 200 g (Test mit der Briefwaage). Ein zu kraft­intensives Putzen fördert den Rückgang des Zahnfleisches und die Freilegung von Wurzeloberflächen (Rezessionen).
Eine gleichbleibende Systematik:
bei unkoordiniertem Hin- und Herputzen besteht die Gefahr, dass einzelne Zahnflächen mehrfach, andere dafür gar nicht bearbeitet werden.
Die richtige Dauer:
mindestens 2 Minuten, damit alle Zahnflächen bearbeitet werden können.
Die richtige Häufigkeit:
2 bis 3 mal täglich nach dem Essen. Das regelmäßige Zähneputzen dient nicht nur der Entfernung von Zahnbelägen, sondern auch einer regelmäßigen Fluoridzufuhr durch die Zahncreme.
Der richtige Zeitpunkt:
nach den Mahlzeiten, auf jeden Fall vor dem Schlafen gehen. Dagegen sollten die Zähne nicht direkt nach dem Genuss von sauren Speisen oder Getränken (Wein, Fruchtsäfte, Zitrusfrüchte, Jogurt, Salat mit saurem Dressing) geputzt werden, weil es sonst zu einer Abnutzung der oberflächlichsten Zahnsubstanzschichten kommen kann.


Zahnfreundliche Ernährung

 

©Clarissa Schwarz/PIXELIOheißt für viele: "Verzicht auf Zucker"!
Dabei sollte man aber bedenken, dass der Zuckerkonsum nicht alleine durch den direkten Verzehr von Zucker vorgenommen wird. Vielmehr ergibt sich ein erheblicher Anteil des täglichen Zuckerverbrauchs durch Getränke, Backwaren und Süßigkeiten.
Zucker selber ist nicht schädlich für die Zähne, sondern der Abbau von Zucker durch Bakterien. Die Bakterien ihrerseits erzeugen Säuren, die durch den Abbau von Kristallen im Zahnschmelz zu Karies führen können. Dieser Zahnschädigende Abbau wird durch Speichelfluss und Plaque-Bakterien neutralisiert. Jedoch wird dieser Prozess durch Zwischenmahlzeiten unterbrochen, die Folge: Zahnschmelz zerstörende Bakterien werden wieder aktiv.
D.h. nicht der Konsum selbst von Süßwaren, sondern deren Häufigkeit stellt die Gefahr für unsere Zähne dar. Durch Esspausen kann diesem Effekt aber wirkungsvoll entgegengewirkt werden. Ebenso kann man durch Zähneputzen oder Kaugummi die Säurebildung nach dem Essen vermindern.

Das Kaugummikauen regt den Speichelfluss an, dieser dient nicht nur der Verdünnung der gebildeten Säure, sondern unterstützt auch die Remineralisierung der Zähne. Dies funktioniert aber nur bis zu einem gewissen Grad und muss durch entsrpechende Pflege unterstützt werden.
Die Dauer der Einwirkung der Säuren und damit die Verweildauer von Zucker im Mund sind zu reduzieren.Die Konsistenz der Lebensmittel haben einen direkten Einfluß auf die Verweildauer ( klebrig = länger ).Viele Zwischenmahlzeiten sorgen dafür, dass die Neutralisierung der Säuren und eine Remineralisierung erschwert wird.
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Das "Zahnmännchen" kennzeichnet zahnfreundliche Süßigkeiten.
Diese sind mit Sorbit, Mannit, Isomalt oder Xylit gesüßt. Dieses sind Zuckeraustauschstoffe, die nicht von Bakterien in Säuren umgewandelt werden und somit auch nicht zur Karies beitragen. Teilweise unterstützen die genannten Zuckeraustauschstoffe sogar die Remineralisierung der Zähne. Das Zahnmännchen ist eine Kennzeichnung von der Aktion zahnfreundlich e.V.. Dies ist eine gemeinnützige Vereinigung von Wissenschaftlern, (Zahn-) Ärzten und Wirtschaftsunternehmen.
Wenn die Säure, die durch den Abbau von Zucker entsteht, schädlich für unsere Zähne ist, dann ist die direkte Aufnahme von Säuren, z.B. über Fruchtsäfte, auch nicht gut für die Zähne. D.h. aber nicht, dass Sie jetzt auf saure Früchte oder Säfte verzichten sollen. Nach dem Genuss von säurehaltigen Speißen und Getränken sollten Sie den Mund mit klarem Wasser ausspülen oder ein zahnpflegendes Mundspray oder Kaugummi verwenden. So werden die verbliebenen Säuren verdünnt und die Remineralisierung der Zähne unterstützt. Keinesfalls sollten Sie hier zur Zahnbürste greifen, da der Zahnschmelz sonst noch mehr angegriffen wird.



 

 

 

Zahnbürste und Co

Der Kopf der Zahnbürste sollte nicht größer als 2 bis 2,5 cm sein, damit alle Zahnflächen im Mund problemlos erreicht werden können. Die Breite sollte 3 bis 4 Borstenreihen nicht übersteigen. Für Kinder sind entsprechend kleinere Kinderzahnbürsten im Handel erhältlich. Die Zahnbürste sollte einen stabilen Griff haben, der auch abgewinkelt sein kann. Speziell gestaltete Griffflächen verhindern, dass der Griff in der Hand rutscht. Aus hygienischen Gründen empfehlen sich Kunststoffborsten. Diese sollte an der Spitze abgerundet und poliert sein, um Verletzungen der Mundschleimhaut zu verhindern. Auf keinen Fall Naturborsten verwenden, da diese meist scharfkantig und aufgrund des Hohlkanals in ihrer Mitte unhygienisch sind.

Wir halten für Sie ein spezielles Angebot verschiedener Zahnbürsten und Mundpflegeprodukte bereit.
Bitte fragen Sie uns danach.


Zahnpasta

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Zahnpasta unterstützt den Reinigungseffekt der Zahnbürste und hilft bei der Entfernung von Zahnbelag und Nahrungsresten und somit auch von den darin enthaltenen Farbstoffen. Eindeutige Empfehlungen für eine bestimmte Zahnpasta sind angesichts der ungeheuren Produktvielfalt nicht möglich. Aber es gibt einige Anhaltspunkte: Die Zahncreme sollte unbedingt Fluorid enthalten. Der Fluoridgehalt einer normalen Erwachsenen-Zahncreme beträgt 0,15 %. Die Abrasivität (Schmirgelwirkung) einer Zahnpasta darf nicht zu groß sein, weil sonst gesunde Zahnhartsubstanz abgerieben wird. Besonders kritisch ist die Schmirgelwirkung von Zahncremes, wenn Wurzeloberflächen frei liegen. Personen ohne frei liegende Wurzeloberflächen sollten eine Zahncreme mit mittlerer Abrasivität verwenden, bei stärkeren Zahnbelägen kann eine Zahncreme mit höherer Abrasivität empfohlen werden. Sogenannte Raucherzahncremes sind extrem abrasiv und sollten daher nicht regelmäßig, sondern nur von Zeit zu Zeit verwendet werden. Für Personen mit frei liegenden Wurzeloberflächen empfiehlt sich eine Zahncreme mit möglichst niedriger Abrasivität. Solche Produkte tragen häufig den Zusatz „Sensitive". Manche Zahncremes enthalten Kristallisationshemmer und reduzieren dadurch die Zahnsteinbildung um bis zu 50 %.

 

 

 

 

Zahnseide

 

proDente e.V. - BildarchivDie Zahnbürste erreicht nur die Außen- und Innenflächen der Zähne, nicht jedoch die Zahnzwischenräume. Daher können sich in den Zahnzwischenräumen die Zahnbeläge besonders leicht festsetzen. Hier entstehen bevorzugt Entzündungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates. Die Reinigung der Zahnzwischenräume ist daher für die Gesunderhaltung der Zähne und des Zahnfleisches von großer Bedeutung. Für enge und leicht geöffnete Zahnzwischenräume eignen sich Zahnseide oder medizinische Zahnhölzchen. Bei weiteren, schon geöffneten Zahnzwischenräumen sind Zahnzwischenraumbürstchen zu bevorzugen. Der Zahnarzt bzw. die Prophylaxeassistentin empfiehlt die richtige Form und Größe dieser Bürstchen.


Mundwasser/-Spülung

 

Reine Mundwässer sind ohne jeden therapeutischen Nutzen, sie sorgen lediglich vorübergehend für frischeren Atem. Zur Kariesprophylaxe eignen sich Spüllösungen mit Fluorid. Fluoridhaltige Spüllösungen für den täglichen Gebrauch enthalten ca. 0,05% Fluorid. Die zusätzliche Fluoridzufuhr wirkt sich günstig auf die Zahnhartsubstanz aus. Empfehlenswert ist das Spülen mit einer fluoridhaltigen Lösung nach dem Genuss von sauren Speisen oder Getränken.

 

Zahnpflegekaugummis

 

proDente e.V. - BildarchivZahnpflegekaugummis sind eine gute Unterstützung der Mundhygiene nach dem Essen. Zusätzlich wird durch den Bestandteil Xylit eine hemmende Wirkung auf kariesrelevante Bakterien ausgelöst. Insgesamt bewirkt die Kauaktivität einen erhöhten Speichelfluss. Durch den Speichel wird die "Selbstreinigung" im Mund verbessert und den Zähnen vermehrt Mineralien zugeführt. Diese Mineralien können die angegriffene Zahnschmelzoberfläche durch Säuren aus der Nahrung wieder reparieren. Zahnpflegekaugummis ergänzen jedoch nur das tägliche Zähnputzen und ersetzen es keineswegs.

 

Zahnarztpraxis Dipl. stom. Sofie Ellinger-Seitz -- Kolpingstraße 54 -- 08058 Zwickau

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